Köstliche Capunsei

Die Trattoria Il fiore in Vaccarolo ist eine jener entdeckenswerten Perlen im Hinterland des Gardasees, die auch zur Hochsaison weder überlaufen ist noch an Qualität verlieren würde. Denn nur beste Zutaten kommen in Paola Papas Küche. Gemeinsam mit ihrer Mutter zaubert sie daraus wunderbare Gerichte nach traditionellen Rezepten, die sie aber mit kluger Hand verfeinert, modernisiert und ihre eigenen Ideen einfließen lässt. Die klassischen Kürbistortelli etwa sind weniger süß als anderswo und anstatt mit viel Butter serviert sie sie mit knusprigen Schalottenringen und Rosmarin.

Ihre Capunsei, wofür sie uns das Rezept verraten hat, sind locker und duftig, aromareich und fein.

Capunsei – Semmelbrösel-Nockerln

Zutaten für 4 Personen:

300 g Semmelbrösel

Frisch geriebene Muskatnuss

Salz, Pfeffer

30 g Butter

Ca. 0,3 Liter Gemüse- oder Fleischbrühe, am besten selbst gekocht

30 g geriebener Grana für den Teig und Grana zum Servieren

Fein geschnittene Petersilie

1 fein gewürfelte Knoblauchzehe

1-2 Eier

Zubereitung:

Die Semmelbrösel in eine Schüssel geben, Salz, Pfeffer und Muskatnuss dazu geben und gut verrühren. So verteilen sich die Gewürze gleichmäßig. Nun die Butter schmelzen und nach und nach zu den Bröseln geben. Mit einer Gabel so verrühren, dass sich die Butter überall verteilt. Dann wiederum nach und nach die heiße Brühe zugeben und so lange einarbeiten, bis ein kompakter, aber nicht klebriger Teig entsteht. Dabei den Teig zwischendurch etwas ruhen lassen, damit die Flüssigkeit von den Bröseln aufgesogen werden kann. Wenn die Masse abgekühlt ist Petersilie, Knoblauch, Grana und die Eier zugeben und gut vermengen.

Aus dem Teig nun Rollen von ca. 1 cm Durchmesser formen, diese wiederum in ca. 2 cm lange Nocken teilen. Nun entweder in Salzwasser oder aber auch in Brühe sieden lassen, bis die Nocken an die Oberfläche aufsteigen.

Man serviert die Capunsei entweder in der Brühe, was ein wunderbares Essen nach einem langen Winterspaziergang ist oder, wenn man sie in Wasser gekocht hat, mit Salbeibutter. In beiden Fällen sollte ein Schälchen frisch geriebener Grana am Tisch stehen!

Dazu noch ein Tipp von Paola: sie friert den aromatischen Salbei im Sommer ein. Denn weder jener aus dem Treibhaus noch der Gartensalbei im Winter hat das unvergleichliche Aroma.

Die Trattoria Il Fiore wünscht: Guten Appetit!

Bildnachweis: Foto: Heike Hoffmann