Piadina mit verschiedenen Füllungen

Piadina ist ein sehr dünner Teigfladen, in der Pfanne gebacken und gefüllt und stammt eigentlich aus der Romagna. Doch das ist ja vom Gardasee nicht weit entfernt, so dass die Piadina auch den Lago erobert hat. Der traditionelle Teig enthält Schweineschmalz. Einen viel einfacheren Teig habe ich bei den Korrekturen zu den Kulinarischen Entdeckungen kennen gelernt: diese vegetarische Version stammt von unserer Grafikerin Carola Skarabela.

Traditionell füllt man die Piadina in der Romagna häufig mit einem dort heimischen Frischkäse aus Kuhmilch mit dem lustigen Namen Squaquerone als Basis und legt dann Salami, Schinken, Gemüsestreifen oder Salat drauf und rollt den Fladen ein. Doch die Füllungsvarianten sind so vielfältig wie der Belag der Pizza.

Für 4 Personen

Piadina mit verschiedenen Füllungen
400g Mehl, Wasser, Salz, Olivenöl

Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel sieben, Wasser und etwas Salz dazu geben und – am besten mit einem Schneebesen, damit sich keine Klümpchen bilden - zu einem relativ flüssigen Teig rühren. 10 Minuten ruhen lassen, damit das Mehl quellen kann. Danach am besten einen Probefladen backen und ggf. noch etwas Wasser einrühren.

Backen: Die Pfanne, am besten eine gusseiserne oder eine beschichtete, ziemlich heiß werden lassen und sehr wenig Olivenöl hineingeben. Nimmt man zu viel Öl, zieht sich der Teig zusammen und die Piadina wird nicht dünn genug. Den Teig mit einem Schöpflöffel eingießen und sehr schnell verteilen. Die Fladen sollten so dünn wie möglich werden. Übung macht den Meister!

Die Piadinafladen zum Warmhalten auf einen Teller stapeln und mit einem weiteren Teller abdecken. So trocknen sie nicht aus und bleiben biegsam.

Klassische Variante:
400 g Mehl, 75 g Schweineschmalz, 1 Prise Salz, Wasser oder Milch (mit Milch wird der Teig weicher), gegebenfalls 1 Prise Backpulver.

Alle Zutaten verrühren und verfahren, wie oben.

Man kann die Piadina nun entweder füllen und sofort warm servieren oder füllen und im Ofen nochmals heiß werden lassen (was sich bei Füllungen mit Käse anbietet). Viele der Füllungsvarianten schmecken aber auch kalt. Dazu Piadinafladen füllen, so lange sie noch lauwarm sind. Sie werden sonst hart und lassen sich schlecht rollen.

Füllungsvariationen
Salatfrisch:
Rucola, „Misticanza“, also Salatstreifen von verschiedenen Salaten oder Pflücksalaten, Ziegenfrischkäse

Fisch:
Squaquerone oder Stracchino (ersatzweise Frischkäse), Paprikastreifen, Räucherfisch, Squaquerone oder Stracchino (ersatzweise Frischkäse), Forelle, Gurkenscheiben, Salatblätter

Wurst: Coppa, Käse, Oliven Lonzino, Formagella di Tremosine, Kräuter
Parmaschinken, Rucola, Grana-Locken

Käse:
Formagella di Tremosine, ein wenig Mostarda Gorgonzola, Nüsse, Birne in dünnen Spalten, Mozzarella, Tomate, Basilikum

Fleisch:
Salat mit Hähnchenfleisch (super Resteverwertung!) Gebratenes Gemüse, Rindfleisch in Streifen

Süß:
Honig und geröstete Nüsse, Marmelade und Obst

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Bildnachweis: Heike Hoffmann - gardasee.de