Canederli in brodo - Speckknödelsuppe

Dieses Rezept vom Trentiner Teil des Lago di Garda ist ein weiteres Beispiel dafür, dass aus Resten Köstlichkeiten entstehen können – eines der schönen Markenzeichen der Italienischen Küche!

Statt Speck (also Schinken) könnte man die Knödel auch mit Käse, mit Pilzen oder Spinat zubereiten. In der kalten Jahreszeit serviert man sie gerne in einer – möglichst selbstgekochten – Brühe.

Zutaten für ca. 4 Personen
Zutaten für die Knödel
100g Knödelbrot (ca. 2 altbackene Semmeln)
1 kleine Zwiebel
2-3 EL fein geschnittene Petersilie
100 g Trentiner Speck (durchwachsener Speck)
1 Ei
ca. 6 EL Milch
Salz, Pfeffer, Muskat

Zutaten für die Fleischbrühe
Rinderknochen, ein schönes Stück Suppenfleisch vom Rind, ggf. ein halbes Suppenhuhn
Suppengemüse wie Sellerie, Karotten, Zwiebeln, Lauch o.ä.
Einige getrocknete Tomaten
Frischer Lauch oder Schnittlauch zum Anrichten

Zubereitung
Für die Knödel Zwiebel schälen, sehr fein würfeln. Dann den Speck würfeln und in einer Pfanne bei niedriger Hitze auslassen. Zwiebel darin glasig braten. Ei mit der Milch verquirlen und zusammen mit der etwas abgekühlten Speckmischung sowie die Petersilie zum Knödelbrot geben. Vorsichtig durchmengen und ziehen lassen, dann mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Die Masse sollte keinesfalls zu feucht, aber auch nicht bröselig sein. Gegebenenfalls noch etwas Milch zufügen und nochmals durchziehen lassen.

Dann mit feuchten Händen nicht zu große Knödel formen. Wer mag, kann die Knödel in etwas Gries wenden, dann halten sie noch besser zusammen.

Knödel in kochendes Salzwasser geben und bei schwacher Hitze etwa 10 Minuten garen. In tiefe Teller geben, mit Fleischbrühe angießen und mit Lauch- oder Schnittlauchringen bestreut servieren.

Für die Fleischbrühe Knochen und Suppenfleisch in kaltem Wasser aufsetzen, ca. 1 Stunde köcheln lassen, entstehenden Schaum von Zeit zu Zeit abschöpfen. Suppengemüse putzen, klein schneiden, Zwiebel mit der Schale vierteln, getrocknete Tomaten in Streifen schneiden. Zur Brühe zufügen und weitere 3 Stunden (oder länger) leise sieden lassen. Suppe abgießen, mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Weißwein abschmecken.

Tipps:
Wer mag, kann die Brühe am Vortag zubereiten und über Nacht an einem kühlen Ort stehen lassen und etwas entfetten.

Sowohl Fleischbrühe als auch die Knödel eignen sich hervorragend zum Einfrieren. Es lohnt sich also, eine größere Menge zuzubereiten. Die gekochten Knödel abkühlen lassen und zunächst einzeln auf einem Tablett einfrieren, dann platzsparend in Beutel geben. Die Knödel noch gefroren in Salzwasser oder Brühe erhitzen.

Man kann die Knödel auch ohne Brühe, mit etwas Salbeibutter und geriebenem Käse servieren.

Buon Appetito!

Bildnachweis: Heike Hoffmann